Willkommen bei

MANDACARU

Menschen leisten Widerstand

Brasilien - Initiative

O povo resiste

Mandacaru: der Kaktus symbolisiert das Leben der Menschen im Nordosten Brasiliens. Er ringt der trockenen Erde ab, was er zum Leben braucht, wehrt sich mit seinen Stacheln und bewahrt sein Grün auch bei extremer Trockenheit

Wer wir sind Wofür wir eintreten Ständige Partner in Brasilien Ausstellungen
 
 
 
Für weitere Informationen treten Sie bitte mit uns in Kontakt:                                         Stand: 01.09.05
MANDACARU
c/o Shirley und Heinz Peter Vetten
      Terreicken 43 a
     D 41812 Erkelenz
     Tel.: 0049-2431-74615
     Fax: 069 1330 5004 266
E-Mail: Heinz-Peter.Vetten@arcor.de
 
 

Wer wir sind:

Die Kampagne MANDACARU ist ein Zusammenschluss von "Dritte Welt"- und Solidaritätsgruppen in NRW. Einzelne Gruppen arbeiten kontinuierlich - z.T. seit über 20 Jahren - mit "ihren" Partnern in Brasilien zusammen. MANDACARU entstand 1985 aus der Arbeit der damaligen Sobradinho-Kampagne, deren Widerstand sich gegen den Bau und die Folgen des Sobradinho-Staudammes am Rio São Francisco richtete und die die Öffentlichkeit auf soziale und ökologische Folgen des Projektes aufmerksam machte.

Als Namen und Symbol für unsere Arbeit wählten wir den MANDACARU, den Kaktus, der für die Menschen Nordosten Brasiliens Symbol für das Leben und den Widerstand ist. Auch wir haben den Anspruch, Stachel in der Gesellschaft zu sein.

 

Wir arbeiten intensiv mit Kirchen, Gewerkschaften und Basisorganisationen in Brasilien zusammen und machen in Deutschland auf deren Problem aufmerksam.

Wir versuchen die Öffentlichkeit über wirtschaftliche Zusammenhänge und über die Politik der Bundesregierung aufzuklären und zu kritischen Stellungnahmen zu ermutigen.

Wir versuchen klarzumachen, dass die externen Ursachen der Ausbeutung Brasiliens in den wirtschaftlichen Interessen und den Konsumgewohnheiten der reichen Länder begründet ist.

 

Wofür wir eintreten:

Für eine gerechte Landreform in Brasilien und den Erhalt kleinbäuerlicher Existenzen, die die Ernährung der Bevölkerung sichern können.
Gegen die Ausweitung exportorientierter Monokulturen, die die Großgrundbesitzer noch reicher machen, die Kleinbauern aber zu Tagelöhnern und Leibeigenen degradieren.
Für soziale und ökologisch angepasste Entwicklungs- und Energieprojekte.
Gegen Großprojekte wie z.B. gigantische Staudämme, die Menschen vertreiben, ihre Lebensgrundlagen zerstören und die Umwelt weltweit schädigen.
Für die Zusammenarbeit mit brasilianischen Basisgruppen, Kirchen, Gewerkschaften, Indianerorganisationen und Ökologiegruppen.
Gegen Entwicklungshilfe, die Geld in Großprojekte pumpt. Gegen Exportförderung durch Hermes-Kreditbürgschaften, die unter Ausschluss der Öffentlichkeit gewährt werden und die sich später oft als neue Schuldenlasten entpuppen.
Für die Verwendung heimischer Futtermittel in der Landwirtschaft und für den Erhalt der Cerrados in Brasilien.
Gegen die Abholzung der Cerrados zum Anbau von Soja, das in den Futtertrögen der landwirtschaftlichen Veredelungsbetriebe in der EU landet. Gegen den Import von Fleisch aus Ländern, in denen gehungert wird (z. B. Brasilien, Argentinien).
Für eine Veränderung unserer Konsumgewohnheiten, und den Abschied von der Wegwerf-Mentalität.
Gegen den Import Fleisch und Monokulturprodukten, die in Brasilien Anbaufläche für Grundnahrungsmittel verbrauchen. Gegen den Import von Rohstoffen, deren Abbau in Brasilien die Natur zerstört.
Für nachhaltigen Umgang mit Wasser weltweit.
Gegen die Verschwendung und Verschmutzung des Wassers und gegen die Ausbeutung fossilen Wassers für Landwirtschaft und Industrie.

 

Ständige Partner in Brasilien:

IRPAA  

IRPAA tritt ein für "Leben in Eintracht mit dem Klima - Lebensqualität im Nordosten Brasiliens"

Das "Regionale Institut für angepasste Kleinbauernlandwirtschaft und Tierhaltung" (Instituto Regional da Pequena Agropecuária Apropriada) - IRPAA ist eine gemeinnützige Einrichtung im Zentrum des semiariden (halbtrockenen) Nordostbrasiliens. Das Institut entwickelt eine technisch- pädagogische Arbeit, um ein neues Verständnis des semiariden Klimas zu vermitteln.

IRPAA arbeitet vor allem mit KleinbauerInnen und TierhälterInnen im Trockengebiet. Diese sind die wirkungsvollsten Multiplikatoren und Verbreiter dieser neuen Vision des Zusammenlebens mit dem Trockengebiet.

Schwerpunkte der Arbeit sind:
- Trockenlandwirtschaft
- Regenwassernutzung
- Arbeit mit Frauen auf dem Lande

Wünschen Sie mehr Informationen zur IRPAA, so gehen Sie über den Link zur Website der IRPAA; dort erfahren Sie vieles über den Nordosten Brasiliens. Website IRPAA

Wünschen Sie grundsätzliche Informationen über das Leben im Trockengebiet Brasiliens, so öffnen Sie die Broschüre
     -- Wasser im brasilianischen Trockengebiet  --  
von Harald Schistek, IRPAA
Hier der Link zur Startseite vom e-book

Sind sie an einem Word-Document dieser Broschüre interessiert, wechseln sie zur Seite: Word-dokument. 
Hier ist der Link zu dieser Seite!

Dass gutes Leben mit der Trockenheit möglich ist, zeigt eine Ausstellung, die im IRPAA erarbeitet wurde. 
Convivência com o Semi-Arido 
Anleitung für ein gutes Leben im semi-ariden Gebiet

Wir haben die Ausstellung übersetzt und für sie zum Downloaden bereitgestellt. Sie 
Hier ist der Link zu dieser Seite!

Das Pumpenprojekt: Bomba Popular

IRPAA ist bei der Beschaffung von Wasser einen neuen Weg gegangen. Es wurden mit unserer Hilfe 3 Handpumpen aus Holland mit allem Zubehör angeschafft, die Wasser aus einer Tiefe bis zu 100 m fördern können. Es sind die ersten Pumpen dieser Art in ganz Lateinamerika. Hier ist der Link zum Abschlussbericht .

Dieser Bericht ist in Portugiesisch auf der Website des IRPAA unter: http://www.irpaa.org.br/ge/textos/01.htm

Ausstellungen:

MANDACARU hat einige Ausstellungen erstellt, die kostenlos verliehen werden. Die Ausstellungen sind komplett mit inhaltlichen Tafeln und den dazu gehörenden Ständern. Prospekte können Sie anfordern; zur Rio São Franzisco Ausstellung gibt es einen ausführlichen Reader.

Die Tafeln der Wasserausstellung können Sie herunterladen, damit sie einen Eindruck bekommen.. 
Hier ist der Link zu dieser Seite!

Inhalt der einzelnen Tafeln der 
Wasserausstellung

01 Wasser
Tropfen für Tropfen Lebensqualität
eine weltweite Herausforderung
Eine Ausstellung über ein weltweit gefährdetes Gut

02 Wasser - Baustein des Lebens
Eine chinesische Weisheit mahnt zur Hochachtung vor der Grundsubstanz menschlichen, tierischen und pflanzlichen Lebens.

03 Wasser - ohne festen Standort
Ein gewaltiger Kreislauf sichert uns das lebensnotwendige Wasser.

04 Trügerischer Trinkwasser-Überfluss
Die Süßwassermenge ist erschreckend gering. Selbst in gemäßigten Klimazonen müsste sich Raubbau am wenigen Wasser von selbst verbieten.

05 Trinkwasser - verschwendet und ausgenutzt
Für Produkte, die der Mensch haben will, nimmt er bei Industrie und Landwirtschaft einen ruinösen Umgang mit Wasser allzu gelassen in Kauf.

06 Trinkwasser - ungerecht verteilt
Am Beispiel vom Nil, Sahel und von Bangladesch wird Wasserarmut, der fatale Umgang mit der Umwelt und Wasserreichtum verdeutlicht.

07 Unser Umgang mit Wasser
Trinkwasser in der privaten Umgebung

08 Müllkippe Wasser
Gewässerverschmutzung in der BRD

09 Abwasser von heute....
Abwasseraufbereitung in der BRD

10 .... unser Trinkwasser von morgen
Trinkwassergewinnung und Aufbereitung in der BRD

11 Chancen für die Zukunft
Vorschläge für sinnvollen Gebrauch von Wasser in unserer Umgebung

12 Wenn Wahnsinn Wirklichkeit wird
Garzweiler II, Wasser und industrielles Großprojekt

13 Nach uns die Sintflut
Garzweiler II, nach dem Ende der Ausbeutung

14 Wir sitzen auf dem Trockenen
Am Beispiel der Dürrezone Sertão (Nordostbrasilien) wird eine staatlich geförderte aber ungerechte Verteilung von Wasser dargestellt.

15 Wasser – Privileg der Reichen?!
Wasser und soziale Situation in Brasilien

16 Tropfen für Tropfen schlechtes Trinkwasser
Wasserbevorratung ist in Dürrezonen lebensnotwendig. Ohne gezielte Anleitung der betroffenen ländlichen Bevölkerung ist diese überfordert.

17 Auf dem richtigen Weg zum besseren Trinkwasser
Das landwirtschaftliche Institut IRPAA (Brasilien) vermittelt der Bevölkerung alte - in Vergessenheit geratene - Kenntnisse für das Leben in einer Dürrezone, besonders die Wasserbevorratung.

18 Zisternen, Wasser für viele
Dokumentation des Baus einer Zisterne im Nordosten Brasiliens

19 Trinkwasser für die Durststrecke
In Dürregebieten muss nicht nur für die jährliche Trockenperiode Wasser bevorratet werden sondern auch für oft jahrelange Dürreperioden.

20 Wasser für alle - durch gemeinsames Wirken
Ein Blick in die Zukunft, Brasilien

21 Was kann ich tun ?
Resümee; es wird aufgezeigt, was ich tun muss und nicht nur was ich tun kann.

Inhalt der einzelnen Tafeln der 
Rio São Franzisco Ausstellung
 

1 Die Hungernden decken den Reichen den Tisch
Grundaussagen der Ausstellung

Der Rio São Francisco darf nicht Sterben

2 Menschen in Brasilien kämpfen um ihren Fluss
Die Geschichte dieser Ausstellung
3 Lebendiger Strom - gesundes Leben
Einige Grunddaten des Tales
4 Stirbt das Wasser - stirbt das Leben
Ein Fluss wird krank gemacht

Die Cerrados (Trockenwald)

5 Zerstörung der Cerrados....
Ausbeutung eines Ökosystems und seiner Bewohner
6 ....und die Folgen
Moderne Sklaverei sowie die Folgen der Abholzung

Landkonflikte

7 Unsere Augen sind voller Tränen
Gewalt auf dem Land
8 Doch die Armen werden das Land besitzen
Kampf der Landlosen um Landbesitz
9 Quilombo - der Traum frei zu sein....
Das Leben entflohener Sklaven
10 ....und niemand verschafft uns Gerechtigkeit
Das Schicksal des Quilombos Rio das Ras
11 Von den Inseln des Lebens....
Indiogemeinschaften im Tal des Rio São Francisco
12 ...in die Dürre des Sertão
Das Schicksal des Volkes der Tuxá

Vertrieben vom fruchtbaren Flussufer

13 Der Stausee gegen das Volk
Profitgier vertreibt Menschen und zerstört ihre Kultur
14 Die Entwurzelten
65.000 Menschen, vom Ufer des Rio São Francisco vertrieben - Opfer des Stausees
15 Dürrezone Sertão
Die Vertriebenen fristen heute ihr Dasein in der
dürren Buschsteppe Caatinga
16 Ohne Wasser kein Leben
Wasser, ein äußerst knapp bemessenes Lebensmittel im Gegensatz zu der uns gewöhnten Fülle

Nova California

17 Das neue Kalifornien
Die Vision vom "neuen Kalifornien" ängstigt die Menschen im Tal des São Francisco
18 Die Hungernden decken den Reichen den Tisch
In den Großbewässerungsprojekten werden Obst und Gemüse für uns, die Menschen in den Reichen Industrieländer angebaut
19 Die Lebenssituation der Landarbeiter
Aus selbständigen Kleinbauern werden lohnabhängige Tagelöhner
20 Die Zerstörung der Umwelt
Monokultur und zu große Wasserentnahme fördern Erosion und Wüstenbildung

Konsequenzen

21 Hoffnungslosigkeiten beenden
Wie der Sertão durch das Programm der IRPAA zu einem Lebensraum wird: angepasste Landtechnik und - Tierzucht und
22 Wasserbevorratung
Die verschiedenen Möglichkeiten
23 Jeder Tropfen zählt
Eine brasilianische Initiative von vier Pilgern weist den Weg
24 Was kann ich tun?
Verantwortung übernehmen - hier und dort

Für weitere Informationen zurück zur Adresse!